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In den letzten Jahrzehnten sind die
Wirkungen von Lärm auf das Hörvermögen gründlich untersucht
worden. Die häufigsten Lärmquellen finden sich im Transportbereich
(Flugzeuge, Eisenbahn, Lastwagen und Autos).
Lärm-Emissionen wirken sich direkt auf
die Gesundheit des Menschen aus: sie manifestieren sich
als psychische, soziale und körperliche Beeinträchtigungen.
Lärm macht krank: führt zu Hörschäden, Stressreaktionen,
Bluthochdruck und erhöhtem Herzinfarktrisiko.
Entscheiden für das Risiko einer Hörschädigung
ist nicht der höchste Pegel, sondern der Dauerschallpegel.
Jede Steigerung um 3 Dezibel (dB) entspricht einer Verdoppelung
der abgegebenen Schallenergie. Davon kann sich das Ohr
in ruhigen Phasen wieder erholen.
Kritisch wird es, wenn sich solche Überlastungen
wiederholen: dann nämlich bleibt die Erholung unvollständig
und die Haarzellen sterben ab. Die Schädigung befällt
zunächst die äusseren und später die inneren Haarzellen.
Weder Operationen noch Medikamente können sie wieder
zum Leben erwecken. Das Trommelfell ist nur bei Explosionen
gefährdet.
Die Empfindlichkeit der Haarzellen nimmt
ab, wobei das Gefühl entsteht, man habe Watte in den
Ohren. Die Umwandlung der mechanischen Reize in Nervenimpulse
ist dann nicht mehr möglich und eine Schwerhörigkeit
stellt sich ein. In diesem Zusammenhang tritt auch oft
Tinnitus auf. |