Schneider Hörberatung Bern

Glossar

Das Hörberater-Glossar

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  • Akustik

    Lehre und Wissenschaft vom Schall und seiner Wahrnehmung

  • Akustische Rückkoppelung

    Schall, der entsteht, wenn ein Verstärkungssystem nicht abgeschlossen ist; verstärkter Schall verlässt den Gehörgang, erreicht das Mikrofon und wird erneut verstärkt; das Hörgerät pfeift

  • Audio-Zoom, adaptiv

    Zusätzliches, zweites Mikrofon, welches die Nutz- und Störsignale verfolgt und ein- oder ausblendet wird

  • Audiogramm

    Darstellung der Hörschwelle, gemessen in Dezibel (dB) Hörverlust, ermittelt durch einen Hörtest

  • Audiologie

    Lehre und Wissenschaft, die sich mit der Diagnostik, Behandlung und Prävention von Schwerhörigkeit beschäftigt

  • Audiometer

    Elektronisches Gerät zur Messung der Hörempfindlichkeit

  • Audiometrische Tests

    Angewandte Verfahren zur Bestimmung der Art und des Grades der Schwerhörigkeit

  • Bauformen Hörgeräte

    Es gibt 6 verschiedene Typen:

    Hinter-dem-Ohr-Geräte mit Schallführung zum Ohrkanal.

    Im-Ohr-Geräte bei welcher die Elektronik nur im Gehörgang untergebracht ist und das Ohrstück als Hohlschale gefertigt wird.

    Hörbrillen (Hörgerät an den Brillennbügel gekoppelt).

    Kombinierte Geräte (Gehäuse und Elektronik hinter dem Ohr und Lautsprecher im Gehörgang (exHörer-Technologie), knochenverankerte Geräte (im Schädelknochen fixiert).

    Cochlea-Implantate (Elektrode im Hörnerv, Empfängerteil auf der Ohrmuschel).

  • Belüftung, optimale

    Zusätzliche Bohrung im Ohrpass-Stück, welche die natürlichen Schallanteile ohne Verstärkung ans Trommelfell gelangen lässt. Besonderes wichtig, wenn die tiefen Töne noch gut gehört werden. Die optimale Bohrung ist so gross wie möglich, so dass keine Rückkoppelung entsteht.

  • Binaurale Benützung

    Die Frequenzkorrektur erfolgt an jedem Ohr einzeln, so dass unser Gehirn Sprache besser aus Geräuschen herausfiltern kann und ein Richtungshören überhaupt möglich ist. Mit der monauralen (einseitigen) Versorgung ist das nicht möglich.

  • Binaurale Versorgung

    Versorgung mit zwei Hörgeräten, eines für jedes Ohr

  • Cerumen

    Sekret der Drüsen im äusseren Gehörgang; umgangssprachlich: Ohrenschmalz

  • Cerumenschutz

    Schutzabdeckung über der Schallaustrittsöffnung eines Im-Ohr-Hörgeräts; sie verhindert, das sich Cerumen im Hörer des Geräts ansammelt

  • Chronische Mittelohrentzündung

    Hartnäckige Entzündung des Mittelohrs, die länger als 8 Wochen dauern kann (Otitis media)

  • CIC-Hörgerät

    Gehörgangshörgerät; das kleinste Hörgerät auf dem Markt; wird im Gehörgang getragen; erzielt auf Grund der Nähe des Hörers zum Trommelfell höhere Verstärkung mit weniger Leistung; CIC = completely in canal

  • Cortisches Organ

    Hörorgan aus Sinnes- und Stützzellen, das sich auf der Basilarmembran in der Hörschnecke (Cochlea) befindet

  • Data-Learning

    Manuelle Korrekturen am Hörgerät (z.B. der Lautstärke) werden vom System gespeichert und beim nächsten Einschalten erfolgt bereits die Korrektur. Ebenso Geräuschkulissen und darauf folgende manuelle Programm-Korrekturen.

  • Dezibel

    Masseinheit für Lautstärke (dB). Hörbereich 0 – ca. 130 dB. Logarythmische Masseinheit. Verdoppelung der subjektiven Lautheit beträgt ca. 6 dB. Die Hörschwelle wird mit 0 dB definiert.

  • Digital programmierbares Hörgerät

    Modernes Hörgerät, das digitale und analoge Technologie miteinander verbindet

  • Digitale Hörgeräte

    Hörgeräte, die Audiosignale digital verarbeiten; Synonym: DSP-Hörgerät

  • Digitale Signalverarbeitung

    DSP; Verarbeitung eines Signals durch mathematische Algorithmen, das von analog nach digital umgewandelt wurde.

  • Duale Signal-Verarbeitung

    Eingangs-Signal wird in 2 Frequenzbänder aufgeteilt und digital weiterverarbeitet

  • E2e-Wireless

    Funk-Kommunikation der Hörgeräte am rechten und linken Ohr untereinander. Wird übermässiger Störschall auf einer Seite lokalisiert, werden die Sprach- oder Nutzsignale auf der anderen Seite entsprechend optimiert.

  • Easy-Phone

    Musste bei älterer Technologie das Hörgerät bei ankommenden Telefon-Gesprächen jeweils manuell auf Induktion (T-Spule) umgestellt werden, erkennen moderne Hörsysteme bei ans Ohr gehaltenem Sender (z.B. Telefon) eingehende Anrufe automatisch.

  • Empfänger

    Teil eines vom Hörgerätenutzer getragenen FM-Systems, das Signale vom FM-Sender empfängt.

  • Ergonomisches System

    Anordnung von Bedienelementen am Hörgerät damit diese auch bei eingeschränkter Fingerfertigkeit leicht manipuliert werden können.

  • FM-System

    Frequenz-Modulations-System. Ein externer Sender (Mikrofon) überträgt Sprachsignale an einen Empfänger, welcher mit dem Hörgerät gekoppelt ist. Zur Ueberbrückung von für Hörbehinderte grossen Distanzen. Uebertragung in bester Qualität ohne Störgeräusche.

  • Frequenzbänder

    Digitale Hörgeräte haben bis zu 20 Frequenzbänder und verarbeiten Nutz- und Störsignale einzeln in jedem Band über das ganze Frequenz-Spektrum. So gelingt es Sprachsignale deutlicher hervorzuheben.

  • Gebärdensprache

    Form der Kommunikation mit den Händen, bei der Worte und Begriffe durch Handzeichen und Handbewegungen dargestellt werden

  • Gehörgangshörgerät (CIC)

    Das kleinste Hörgerät auf dem Markt; wird im Gehörgang getragen; erzielt auf Grund der Nähe des Hörers zum Trommelfell höhere Verstärkung mit weniger Leistung; CIC = completely in canal

  • Gehörknöchelchen

    Die drei Knöchelchen – Hammer, Amboss, Steigbügel -, die den Schall vom Trommelfell durch die Paukenhöhle zum ovalen Fenster der Schnecke übertragen.

  • Gehörschutz

    Verwendet werden dazu verschiedene Dämpfungs-Elemente (Filter nach Mass, Kopfhörer, Stöpsel), der jeweiligen Lärmquelle angepasst. Neue Produkte sind aktiv und arbeiten pegelabhängig. Ein angenehm und sicher zu tragender Schutz wird individuell an den Gehörgang angepasst. Es gibt auch Schwimmschutze oder Schlaf-Otoplastiken.

  • Hinter-dem-Ohr-Hörgerät

    HdO-Hörgerät; Hörgerät, das hinter dem Ohr angepasst wird und an den Gehörgang mit einem Ohrpassstück gekoppelt ist

  • Hörbarer Frequenzbereich

    Hörbarer Bereich von Frequenzen, der bei jungen Menschen von ungefähr 15 Hz bis 20 000 Hz reicht

  • Hörer

    Miniaturlautsprecher in einem Hörgerät

  • Hörfeld

    Dynamischer Hörbereich von der Hörbarkeitsschwelle bis zur Unbehaglichkeitsschwelle über den gesamten audiometrischen Frequenzbereich

  • Hörgerät

    Ein elektronisches Gerät zur Verstärkung und Übertragung der Schallwellen an das Ohr, bestehend aus einem Mikrofon, Verstärker und Empfänger

  • Hörverlust

    Verminderung der Hörempfindlichkeit

  • IdO-Hörgerät

    Im-Ohr-Hörgerät; massgefertigtes Hörgerät, das im Gehörgangseingang getragen wird. Baugrössen: Concha, Halbconcha, Kanal, Mini-Kanal, CiC

  • Induktionsspule

    Diese Spule kann magnetische Wellen empfangen und in elektrische Impulse umwandeln. Sie ist ca. 1 cm lang und mit Kupferdraht umwickelt. Der Lautsprecher im Hörgerät wandelt die Signale in Sprache um. Beim Hörgerät meist als T-Spule (Telefonspule) bekannt.

  • Innenohr

    Struktur, bestehend aus den Sinnesorganen für Hören (Schnecke) und Gleichgewicht (Vorhofs-Bogengang-System)

  • Kanalverstärker

    entspricht einem Frequenzband mit unterer und oberer Grenzfrequenz (s. auch „Frequenzbänder“)

  • Key-Pilot

    Fernsteuerung in der Grösse eines Schlüssel-Anhängers

  • Klangregelung

    Potentiometer oder ein anderer Steller am Hörgerät, der den Frequenzgang ändert

  • Knackender Tinnitus

    Tinnitus, entweder subjektiv oder objektiv, der durch ein knackendes Geräusch charakterisiert ist; tritt auf bei chronischen Schäden des Mittelohrs; wahrscheinlich verursacht durch Öffnen und Schliessen der Eustachischen Röhre; Synonym: Leudet-Tinnitus

  • Knochenleitungs-Hörgerät

    Hörgerät, am häufigsten verwendet bei Mittelohrproblemen; das verstärkte Signal wird durch einen am Warzenfortsatz befindlichen Knochenvibrator übermittelt; dadurch wird das Mittelohr umgangen und die Cochlea (Schnecke) direkt stimuliert.

  • Lautstärkeregelung

    Manuelle oder automatische Regelung des Lautstärkepegels eines Hörgeräts

  • Lichtpolymerisiertes Ohrpass-Stück

    Herstellung der Form durch glasklares, zuerst flüssiges Acrylat, welches unter Lichtenergie aushärtet und nachher individuell bearbeitet werden kann.

  • Life-Style-Hörgerät

    Neue Hörgeräte-Generation mit kosmetisch kleinen Modellen, fast unsichtbarer Schallführung und offener Versorgung (Gehörgang bleibt weitestgehendst offen)

  • Mittelohr

    Teil des Hörorgans, der vom Trommelfell bis hin zum ovalen Fenster der Schnecke reicht, inklusive Gehörknöchelchen und Paukenhöhle des Mittelohrs; dient zu Einkopplung des vom Trommelfell aufgenommenen Schalls in die Schnecke

  • Mittelohrentzündung (Otitis media)

    Entzündung des Mittelohrs, in den meisten Fällen resultierend aus einer Fehlfunktion der Ohrtrompete

  • Monaurale Versorgung

    Versorgung lediglich eines Ohres mit einem Hörgerät

  • Offene Anpassung

    bei dieser Hörgeräte-Anpassung wird im Gehörgang nur die Schallführung oder der Lautsprecher platziert und eine minimale Otoplastik, so dass der Gehörgang nicht verschlossen wird (s. auch „Life-Style-Hörgerät“)

  • Ohrabdruck

    Abdruck vom äusseren Ohr und Gehörgang zur massgerechten Anfertigung eines Ohrpassstücks oder des Gehäuses eines Im-Ohr-Hörgeräts

  • Ohrenschmalz

    Umgangssprachlicher Ausdruck für Cerumen, das Sekret der Drüsen im äusseren Gehörgang

  • Ohrpassstück

    Anhand eines Ohrabdrucks massgefertigter Kunststoff-Einsatz zur Verbindung eines HdO-Geräts mit dem Gehörgang: Synonym Otoplastik

  • Otitis externa

    Entzündung des äusseren Ohrs, in der Regel des Gehörgangs

  • Otitis media

    Entzündung des Mittelohrs, in den meisten Fällen resultierend aus einer Fehlfunktion der Ohrtrompete

  • Otoplastik-Formen

    Man unterscheidet verschiedene Formen der Ohrpass-Stücke je nach Bauformen (Im-Ohr-Geräte mit Hohlschalen, Hinter-dem-Ohr-Geräte mit separater Halteplastik), zudem je nach Hörverlust (grosse oder geringe Abichtung) und kosmetischen Aspekten (möglichst unsichtbar).

  • Otoskop

    Ein Gerät, bestehend aus Ohrtrichter und Lichtquelle, zur visuellen Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells

  • Pädaudiologe

    Audiologe, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Hörschäden bei Kindern spezialisiert hat.

  • Palio-Verstärker

    patentierter Verstärker-Chip der Firma PHONAK. Ermöglicht verschiedene Verstärkungs-Strategien (Algorhytmen) und natürliche Schall-Wahrnehmung

  • Persönliches FM-System

    Audiozubehör zum Hörgerät, bestehend aus einem vom Sprecher getragenen Funkmikrofon (Sender), das drahtlos Signale per Frequenzmodulation (UKW) an einen vom Zuhörer (Hörgeräteträger) getragenen Empfänger sendet; zur Verbesserung der Kommunikation in schwierigen Hörsituationen

  • Potentiometer

    elektronische Komponente zur Veränderung von Widerständen, z.B. für Lautstärke-Rädchen

  • Programmierbares Hörgerät

    Digital gesteuertes Hörgerät mit analoger oder digitaler Signalverarbeitung, dessen Parameter mit einem Computer eingestellt werden

  • Richthör-Mikrofon

    Zusätzliches Mikrofon am Hörgerät welches Störschall von hinten erkennt und die Richtwirkung des vorderen Mikrofon beeinflusst, sodass dieses bei Lärm z.B. auf Zoom-Funktion umschaltet.

  • Richthör-Mikrofon

    Zusätzliches Mikrofon am Hörgerät welches Störschall von hinten erkennt und die Richtwirkung des vorderen Mikrofon beeinflusst, sodass dieses bei Lärm z.B. auf Zoom-Funktion umschaltet

  • Richtmikrofon

    Ein Mikrofon, das auf den Schall von vorne empfindlicher reagiert als aus einer anderen Richtung; Gegenteil: Kugelmikrofon

  • Richtungshören

    Fähigkeit, die Richtung eines Geräuschs zu bestimmen

  • Ringleitung

    Dieses Kabel wird in einem geschlossenen Raum verlegt (z.B. Kirche, Theater) und ermöglicht den Empfang von magnetischen Signalen (siehe Ringleitung). Wird auch als Halsschlaufe benützt (z.b. für besseren Natel- oder TV-Empfang).

  • Rückkoppelungs-Unterdrückung

    elektronische Schaltung zum Unterdrücken von Rückkoppelung (Pfeifen)

  • Sound-Manager

    bei volldigitaler Schallverarbeitung wird über das Mikrofon zuerst eine Schall-Analyse durchgeführt (Sprache, Lärm, Musik etc.) und dann eine entsprechende Verstärkungs-Vorgabe für den individuellen Hörverlust berechnet.

  • Sound-Smoothing

    Schaltung zum Erkennen und Unterdrücken von impulshaftem Störschall (z.B. Geschirrklappern)

  • Sprachfokussierung

    Sprache lässt sich aus dem breitbandigen Frequenz-Spektrum analysieren. So wird die Verstärkung des Hörgerätes bei Umgebungsgeräuschen auf die Sprache fokussiert (evtl. zu ungunsten eines natürlichen Klangbildes)

  • Sprachsensor

    Hervorhebung von Sprache aus Störschall (s. Sprachfokussierung)

  • Störschall

    Frequenzanteile, welche nicht zum Erkennen von Sprache dienen und die Sprache überdecken (maskieren)

  • T-Schalter

    Ermöglicht die Verwendung einer Induktionsspule zum Empfang elektromagnetischer Signale von einem Telefon oder einem Schleifeninduktionssystem

  • Taschen-Hörgerät

    Hörgerät, dessen Komponenten sich in einem an der Brust getragenen Kästchen befinden, das durch ein Kabel mit einem im Ohr getragenen Hörer verbunden ist; heutzutage kaum noch verwendet

  • Tripilot

    Hörgerät welches 3 individuelle Hörprogramme besitzt und automatisch das jeweils beste Programm aktiviert (s. auch „Sound-Manager“)

  • Venting

    Zusätzliche Schallbohrung im Ohrpasstück zur Unterdrückung von Geschlossenheit (Okklusion), Belüftung oder natürlicher Durchgang für natürliche Schallfrequenzen.

  • Verstärkung

    Erhöhung der Schallintensität

  • Volldigital

    Hörgerät besitzt digitalen Verstäker und wird digital programmiert. Umwandlung der Signale von analog (Mikrofon) auf digital im Verstärker und Rückwandlung auf analog für den Lautsprecher (A/D-Wandler)

  • Windschutz

    mechanische Schutzvorrichtung am Mikrofon-Eingang zur Unterdrückung von Windgeräuschen. Bei neuen Hörsystemen auch als wasserabweisender Schutz konzipiert

  • Windschutz

    mechanische Schutzvorrichtung am Mikrofon-Eingang zur Unterdrückung von Windgeräuschen. Bei neuen Hörsystemen auch als wasserabweisender Schutz konzipiert

  • Zusatzgeräte

    Im Wohnbereich gibt es für Telefon, Hausglocke, Wecker und Babyalarm optische Lichtrufanlagen. Sie wandeln akustische Signale in optische Lichtsignale um.

    Für TV und Radio gibt es verschiedene drahtlose Kopfhörer-Systeme. Für beste Kommunikation auch in schwierigsten Hörsituationen empfehlen wir die neue drahtlose Verbindung MyLink von Phonak. Dieses Funksystem unterstützt alle Hörsysteme mit Telefonspule in geräuschvoller Umgebung und verbessert deutlich die Sprachverständlichkeit.